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Kreismedienzentrum Ulm-Ehingen

Ausgabe:1/2012 05.04.2012

 

Themenübersicht

  1. Medienerziehung
  2. Moderne Zeiten - Gedanken zu Whiteboards und iPads in der Schule
  3. Facebook vs. Geocaching
  4. Elternzeit vs. medienpädagogische Beratung
  5. Impressum
 

 

Medienerziehung: Internet - aber sicher!

WEB Kinder und Jugendliche wachsen heute mit dem Medium Internet auf. Man bezeichnet sie deshalb auch als Digital Natives.
Die Bedienung von PC, Internet und Co eignen sich die jungen Menschen dabei in der Regel selbst an. Leider ist damit aber noch nicht gewährleistet, dass sie auch sinnvoll und sicher mit diesen Medien umgehen können.
Deshalb haben wir zurzeit die interessante Situation, dass der Generation 30+, den so genannten Digital Immigrants, die Aufgabe zukommt, die Jugendlichen im Umgang mit diesem Medium fit zu machen und das, obwohl diese Generation selbst NICHT mit dem Internet aufgewachsen ist.
Damit sind viele PädagogInnen verständlicherweise überfordert.
Aber zum Glück haben sich viele Institutionen dieser Thematik angenommen und so bleibt es Ihnen nicht selbst überlassen, sich in der Materie kundig zu machen. Aus der Vielfalt von Angeboten haben wir eine Linksammlung zum Thema zusammengestellt, die Ihnen den Einstieg in die Recherche erleichtert.

Beachten Sie außerdem, dass Sie Informationen zum Thema nicht nur im weltweiten Netz, sondern auch ganz regional vor Ort finden.
Im Mediennetz Ulm haben sich Institutionen aus Ulm und dem Alb-Donau-Kreis zusammengeschlossen, um Ihnen zentral ein breites Portfolio an Medienangeboten bieten zu können.

Klicken Sie doch mal rein!

Dieter Greulich

 

 

 

Moderne Zeiten - Gedanken zu Whiteboards und iPads in der Schule

Unterrichten Sie schon mit einem interaktiven Whiteboard? Falls nicht, dann drängt die Zeit! Sie sollten möglichst rasch eines beschaffen lassen. Wäre doch schade, wenn Ihre Schule erst ein solches imposantes Hightech-Gerät bekommt, nachdem die ersten Schulen in der Nachbarschaft sich bereits ein noch moderneres berührungssensitives LCD-Display in der Größe einer Landkarte (und zum Preis eines Mittelklasse-PKW) gekauft haben. Ein iPad sollten Sie sich auf jeden Fall gönnen. Diese Teile stehen bereits seit mehreren Jahren bei allen komfortbewussten Internet-Usern hoch im Kurs, und sie sehen ja auch wirklich schick aus. Übrigens: Man kann sogar ernsthaft damit arbeiten, wenn man unbedingt will ...

Aber ganz im Ernst: Moderne IT- und AV-Technik sowie aktuelle Medien gehören in die Schule, weil sie Teil der Lebenswirklichkeit sind und weil sie das Lehren und Lernen erleichtern und unterstützen können. Es macht Freude, damit umzugehen (solange alles funktioniert). Allein mit Medien und Technik ist es jedoch nicht getan. Medien sind "Vermittler", aber keine Selbstläufer. Ohne ein inhaltliches und methodisches Konzept funktioniert kein Unterricht, auch wenn er noch so mit Medien gespickt ist.

Zum Thema "Interaktive Whiteboards"

WhiteboardDieses Medium wird seit wenigen Jahren heftig propagiert, und das "Ende der Kreidezeit" (Firmenwerbung) wird vollmundig beschworen. Es fasziniert ja auch, durch Berührung der Projektionsfläche mit der Hand oder mit einem Spezialstift Programme steuern und ohne bleibende Spuren malen und skizzieren zu können. Außerdem kann man das Ganze noch speichern und in der nächsten Stunde weiter verwenden … wie eine altmodisch beschriftete Tageslichtfolie. Schüler werden aktiviert, indem sie am Whiteboard Objekte sortieren und zuordnen … wie vor Jahrzehnten auf der altmodischen Filztafel. Natürlich geht mit der modernen Technik alles eleganter und einfacher - wenn die Technik funktioniert, wie sie soll. Außerdem müssen die fortschrittliche Pädagogin und der zeitgemäße Pädagoge statt einer Mappe voller Arbeitsmaterialien nur noch einen USB-Stick mit sich herumtragen: hier punktet die moderne Technik wirklich. Aber was ist mit Gruppenarbeit und Selbstlernphasen? Sicher, Ergebnisse können mit dem Whiteboard präsentiert werden, aber das geht doch bereits mit einem konventionellen Beamer. Einer aktuellen Untersuchung zufolge werden die Whiteboards an Schulen überwiegend als reine Projektionseinrichtungen verwendet. Es wäre dringend erforderlich, die Gründe zu erforschen. Interaktive Whiteboards haben neue Möglichkeiten ins Klassenzimmer gebracht - z. B. die Technik der Kurzdistanzbeamer und die Höhenverstellbarkeit der Projektionssysteme, die man nicht mehr missen möchte. Ein didaktischer Mehrwert der Steuerung von Funktionen direkt am Whiteboard, denn darum handelt es sich bei der "Interaktivität" im Wesentlichen - lässt sich meines Erachtens wenn überhaupt nur durch einen grundsätzlich anders strukturierten Unterricht erreichen. Dies ist wiederum in einigen Fächern eher und in anderen kaum möglich und sinnvoll. Übrigens, haben Sie gewusst, dass das interaktive Whiteboard ursprünglich ausschließlich für den Einsatz im Bereich von Firmen gedacht war? Ein führender Anbieter hatte in Großbritannien die lukrative Idee, sie den Schulen anzupreisen und war damit erfolgreich. Was neu und technisch verblüffend ist, kann doch für den Unterricht nicht schlecht sein. Aber rechtfertigt ein solches Produkt bereits horrende Ausgaben, wenn überall sonst gespart werden muss?

Zum Thema "iPads"

iPadSie sind handlich, sie sind stylisch, sie bieten eine beeindruckende Darstellungsqualität: Die Rede ist von den Apple-iPads. Bereits Kindergartenkinder kommen mit der Bedienung zurecht, denn es gibt keine klassischen Bedienungselemente, deren Beschriftung man lesen können müsste. Den Ein- und Ausschaltknopf kann man sich leicht merken, und Wartezeiten auf das Booten gibt es nicht. Man kann sofort loslegen. Zum Spielen und Arbeiten reichen die Finger. Mit Gesten kann man Dinge verschieben, vergrößern, verkleinern. So macht der Computer Spaß. In zahlreichen schulischen Projekten haben sich iPads glänzend bewährt. Immer mehr Schulen schaffen sich ganze Klassensätze von diesen nützlichen kleinen Dingern an. Sie sollen die sperrigen Notebooks ablösen. Doch halt - ist das alles wirklich so einfach? Um ein iPad in Betrieb zu nehmen, muss es mit einem Rechner konfiguriert werden, auf dem das kostenlose Programm iTunes installiert ist. Zum Austausch von Daten ist ein W-LAN-Zugang zwingend erforderlich. Lediglich Bilddateien lassen sich per Kabel ins iPad laden. Auch der Zugang zum Internet ist nur über W-LAN möglich. Natürlich kann man in der Schule vieles offline machen, indem man mit installierten Programmen arbeitet. Zu große Datenmengen dürfen dabei aber nicht zusammenkommen, denn mehr als 32 GB interner Speicher stehen nicht zur Verfügung. Zur "richtigen" Videobearbeitung, ja bereits zum Anschauen einer DVD braucht man weiterhin den klassischen Computer. Das iPad bietet faszinierende Möglichkeiten, doch es kann konventionelle Notebooks nicht ersetzen. Es wurde dafür konzipiert, komfortabel im Internet zu surfen, via W-LAN zu kommunizieren und Medien zu konsumieren. Ein schulischer Einsatz war und ist nicht explizit vorgesehen. Die leider nicht so triviale Frage nach dem Preis habe ich mir aufgehoben. Das neue iPad 3 kostet mit 16 GB Speicherplatz runde 500 Euro, natürlich pro Stück. Qualität hat eben ihren Preis. Das "alte" iPad 2 gibt es mit ebenfalls 16 GB bereits für einen Schulpreis von unter 300 Euro, und es ist für schulische Zwecke genauso gut einsetzbar wie das neue Modell. Es gibt zwar auch Tablet-PCs von anderen Herstellern wie z. B. Samsung, doch diese laufen mit einem anderen Betriebssystem und sind nicht so komfortabel in der Handhabung. Noch dazu existieren vom Betriebssystem mehrere Versionen und Varianten, was die sichere Funktion von Programmen und Apps erschwert. Momentan ist also das iPad technisch die beste Wahl.

Mein Fazit:

Sowohl interaktive Whiteboards als auch iPads sind faszinierende Beispiele für den hohen Standard, den moderne Technik heute bietet. Wer sie in der Schule einsetzen möchte, kann dies tun, wenn das für die Anschaffung erforderliche Geld zur Verfügung steht. Ratsam sind gründliche Vorüberlegungen, wer die Geräte nutzen will und kann. Nutzer müssen bereit sein, einiges an Energie und Zeit in entsprechende Unterrichtskonzepte zu investieren, denn es gibt bisher nur wenige Beispiele, die man übernehmen kann. Ein pädagogischer Selbstläufer ist weder das Whiteboard noch das iPad.

Rolf Schmuck

 

 

 

Facebook vs. Geocaching

FacebookGarmin

Der Autor dieses Beitrags unternimmt an dieser Stelle den Versuch, folgende Frage zu beantworten:
Worin liegt denn eigentlich der Unterschied zwischen den Facebooklern und den Geocachern? Gibt es den überhaupt? Und wenn ja, kann man die beiden Spezies womöglich äußerlich voneinander unterscheiden?
Der Autor meint: Ja, man kann es wirklich! Es ist mit bloßem Auge ganz leicht zu erkennen!
Um das zu verstehen, muss man allerdings über die Verhaltensweisen und über die Verbreitungsgebiete der beiden Gruppen Bescheid wissen!
Nachfolgend der nicht ganz ernst zu nehmende Versuch einer Erklärung:

Wir beginnen mit den Verbreitungsgebieten:
Beide Gruppen sind inzwischen weltweit vertreten, es scheint auch keine gesellschaftlichen Unterschiede bzw. Grenzen zu geben. Bei Facebook spricht man momentan von 750 Millionen Mitgliedern (1 Milliarde soll demnächst erreicht werden). Die Rekrutierung der Altersgruppe der 45+ Menschen bereitet Facebook allerdings noch arge Probleme, da wird aber mit Hochdruck daran gearbeitet!
Genaue Teilnehmerzahlen von Geocachern (man muss dort nicht Mitglied sein und auch keine Timeline erstellen) gibt es nicht, aber es dürften … viele sein!

Jetzt zu den grundlegend verschiedenen Verhaltensweisen der beiden Gruppen:
Der Facebookler verbringt einen großen Teil seiner Freizeit am Computer. Der Kontakt zur realen Umwelt ist während der Ausübung seines Hobbys stark reduziert.
Die Geocacher hingegen halten sich evtl. zur kurzen Informationsgewinnung am Computer auf (ist aber nicht zwingend notwendig), den weitaus größten Teil der eingesetzten Zeit mit ihrem Hobby verbringen Sie allerdings in der freien Natur und somit: An der frischen Luft!
Ja, Sie haben richtig gelesen! An der frischen Luft!
Und jetzt wollen Sie sicherlich wissen, wie man denn jetzt den Unterschied der beiden Spezien erkennen kann? Kommen Sie nicht drauf? Natürlich, ganz einfach: an der Gesichtsfarbe!

Dem Autor ist selbstverständlich aufgefallen, dass die Industrie seit einiger Zeit keine Kosten und Mühen scheut, das Problem der etwas blassen Facebook-Gesichtsfarbe in den Griff zu bekommen.
Selbstlos wurden von den Konzernen Geräte entwickelt, die man ohne großen Aufwand in der freien Natur nutzen kann: Die Smartphones und Tablet-PCs wurden geboren.
Die Mobilfunkunternehmen ließen sich dann noch überreden, all diesen Nutzern der neuen Gerätegenerationen mobile Flatrates zu besonders günstigen Konditionen anzubieten!
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten:
Endlich war es geschafft, jeder konnte ab sofort immer und überall, im Grünen, in der Schule, im Theater usw. seinem Hobby frönen.
Allerdings: Bei zu langem Aufenthalt der Facebookler im Freien wird es jetzt zunehmend schwieriger, die beiden Gruppen an der Gesichtsfarbe auseinander zu halten!

In der nächsten Ausgabe unseres Newsletters erhalten Sie Tipps, Anregungen und konkrete Vorschläge, wie Sie sogar bei schlechtestem Wetter Ihre Schüler im Schullandheim oder Ihre Kinder zu Hause ohne große Probleme oder Überredungsversuche ins Freie bringen!

Bis dann!

Jürgen Hummel

 

 

 

Elternzeit vs. medienpädagoische Beratung

BOYgirl Bis einschließlich 7. Mai kümmere ich mich um die (Medien-) Erziehung meiner Kinder. Eine ausführliche Dokumentation zum Heranwachsen meiner Kinder finden Sie selbstverständlich auf meiner Facebook-Timeline ;-)
Schriftliche Anfragen beantworte ich gerne. Für Vor-Ort-Termine stehe ich wieder ab 8. Mai zur Verfügung.

Ingo Klettke

 

 

 

Impressum

Verantwortlich für den Newsletter ist: Rolf Schmuck, Leiter Kreismedienzentrum Ulm
 
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